Trotz Corona Virus werden alle Bestellungen fristgerecht bearbeitet und versandt.
Glücksbringer als Schmuckstücke – Teil 2

Glücksbringer als Schmuckstücke – Teil 2

25. Januar 2013

Geschenke, die glücklich machen

Letzens hatte ich ja bereits einige der beliebtesten Glücksbringer vorgestellt. Heute soll es nun weitergehen mit dem Schornsteinfeger, dem Glücksschweinchen und dem Marienkäfer.

Der Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger ist ein sehr bekannter Glücksbringer. Ihn muss man nicht suchen, denn meistens steigt er jedem von uns in regelmäßigen Abständen aufs Dach. Wie kommt es aber, dass eine pechschwarze Figur zum Glücksbringer avancieren konnte? Eigentlich lässt sich das ganz einfach erklären und hat einen sehr ernsten Hintergrund.

Sein Name erklärt sich von selbst, er reinigt Schornsteine von Ablagerungen und Ruß. Das ist heute natürlich immer noch sehr wichtig, früher waren die Menschen jedoch noch viel stärker auf ihn angewiesen. Häuserreihen waren meist dicht an dicht gebaut, alles war sehr beengt. Komfort gab es keinen oder nur wenig. Viel spielte sich in der Küche des Hauses ab, wo der Ofen und Kamin immer lodern musste, um den Bewohnern warme Mahlzeiten und eine warme Unterkunft zu bieten. Daher kam es nicht selten vor, dass der Kamin schnell verstopft war. Eine kleine Katastrophe für die Familien des Hauses, denn man konnte weder heizen noch kochen. Die Gefahr war einfach zu groß, dass sich der festsitzende Ruß im Kamin entzünden könnte und ein Feuer ausbrechen würde. Dies bedeutete nicht selten Lebensgefahr für die Bewohner ganzer Stadtviertel, denn durch die dichte Bebauung griffen die Flammen rasend schnell um sich.

Es war also immer ein Glückstag, wenn der Schornsteinfeger auf das Dach stieg und den Kamin vom Ruß befreite. Man konnte wieder kochen und heizen und die Gefahr eines Brandes wurde gebannt. Von da an galt es auch als glücksbringende Geste, den Schornsteinfeger an seinem goldenen Knopf oder an seiner Jacke zu berühren.

Das Glücksschweinchen 

Gerade an Silvester ist es ein schöner Brauch, Glücksschweinchen aufzustellen oder zu verschenken. Egal ob aus Marzipan, in Kerzenform oder als Plüschfigur, man kann sie mittlerweile in allen Variationen kaufen.

Bereits bei den Germanen galten Schweine als heilige Tiere, sie standen für Wohlstand, Kraft und Stärke. Die Römer und Griechen sahen sie als Garant für Reichtum und privilegiertes Leben an. Schweine sind genügsame Tiere und fressen alles, was ihnen vorgesetzt wird. Besitzer von Schweinen konnten ihren Reichtum schnell vermehren, indem sie ihre Tiere recht kostengünstig mästeten und dann das wohlgeformte Schwein schlachteten und zu guten Preisen verkauften. Schweinebesitzer hatten also selbst in schlechten Zeiten immer eine gesicherte Nahrungsgrundlage und eine feste Einnahmequelle.

Davon ableiten lässt sich auch der Brauch, im Sparschwein kleine Vermögen anzusammeln. Es kann selbst mit kleinen Münzen „gemästet“ werden und schüttet beim Schlachten dann eine ordentliche Summe aus. Als Glückssymbol wird das Schwein heute oft mit anderen Glücksbringern wie dem Schornsteinfeger oder mit dem vierblättrigen Klee im Maul kombiniert. Und auch der Ausspruch „Schwein gehabt“ hängt sicher mit diesem kleinen, rosaroten Glückssymbol zusammen.

 Der Marienkäfer – Glücksbringer für die Kleinen

Ein anderer Name des Marienkäfers lautet auch Glückskäfer und verdeutlicht seine Bedeutung als Glücksbote. Der Marienkäfer soll Krankheiten heilen und Kinder beschützen. Seine Bedeutung hat einen religiösen Hintergrund, er gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes, Maria. Landet dieser kleine Käfer auf einer Person, wird es als Himmelzeichen und Glück empfunden. Schüttel man ihn jedoch ab, so wirft man sein Glück weg.

Zudem ist in Europa die Marienkäferart mit sieben Punkten am weitesten verbreitet. Das soll seinen Wert untermauern, denn die Sieben gilt als Glückszahl. Doch auch abseits von religiösen Bräuchen löste die Anwesenheit von Marienkäfer große Freude aus. Bauern und Gärtner sind auch heute noch froh, wenn sich gleich ein ganzer Schwarm Marienkäfer bei ihnen blicken lässt. Sie gelten als gute Blattlausvernichter, schützen somit Pflanzen und tragen einen wichtigen Teil zur ökologischen Vielfalt und Erhaltung unserer Umwelt bei.

Oftmals tragen wir Glücksbringer und wissen nicht mehr darüber, als dass sie eben Glück bringen sollen. Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Habt Ihr besondere Glücksbringer? Eines meiner ersten Schmuckstücke waren passenderweise kleine, rot-goldene Marienkäfer-Ohrringe. Damals ein Geschenk meiner Eltern und wie ich durch die Recherche für diesen Blog nun weiß, auch viel mehr als nur Schmuck. Sondern zugleich meine ersten Glücksbringer.

Quelle: Photopin.com (Chriss!)

Kommentiere diesen Artikel