Schmuck aus Europa


Inhalt

1. Moderne, aber dezente Accessoires zum Ausdruck von Individualität
2. Welche Materialien sind typisch für europäischen Schmuck?
3. Welche Bedeutungen tragen Schmuckstücke?
4. Welchen Unterschied gibt es  zwischen festem und beweglichem Schmuck?
5. Welches Fazit kann also gezogen werden?


Europäischer Schmuck

1. Moderne, aber dezente Accessoires zum Ausdruck von Individualität

Das Tragen des Schmucks ist eines der ältesten Bräuche und findet auf der ganzen Welt schon seit Jahrtausenden Anwendung. Ob Holzketten, Armbänder aus Knochen und Perlen oder Muschelohrringe, Schmuck wurde schon von unseren Vorfahren hoch geschätzt. Doch was macht Schmuck aus Europa so besonders und inwiefern grenzt er sich von anderen Kulturen ab, bzw. ähnelt ihnen?

2. Welche Materialien sind typisch für europäischen Schmuck?

Die Faustregel besagt: Je natürlicher die wertvollen Gegenstände, desto teurer sind sie. Unbehandelte Edelsteine, echtes Gold und Sterlingsilber sind für uns von sagenhaft hohem Wert und deshalb besonders beliebt, da sie so unglaublich selten sind. Wir Europäer lieben Schmuck, der aus den wertvollsten und seltensten Materialien hergestellt wird. Während andere Kulturvölker ihren Schmuck aus ihrer natürlichen Umgebung herstellen, wie zum Beispiel aus Steinen, Hölzern und Pflanzen, sind wir aus dem reichen Europa sehr verwöhnt. Denn Silber und Gold, die begehrtesten Materialien für Schmuck, sind nur sehr schwer zu finden und abzubauen. Und vor allem selten. Was glänzt und funkelt ist uns am liebsten, und dabei leider auch teuer. Um dem Kostenfaktor zu entgehen, werden heutzutage auch andere Materialien wie Platin oder Edelstahl verwendet, die versilbert oder vergoldet werden und so dem echten Silber oder Gold in Nichts nachstehen. Und auch Edelsteine sind heutzutage leicht künstlich herzustellen - ohne, dass sie an Glanz einbüßen müssten. Während also andere Kulturen mit dem Einfachsten aus der Natur schönste Schmuckstücke entwerfen, wird der Schmuck in unseren Kreisen meist aus hochwertigen oder ihnen ähnlichen Materialien erschaffen.

Dabei werden folgende Materialien am meisten verwendet:

  • Gold (Gelbgold, Rotgold, Weißgold, Graugold)
  • Silber
  • Edelstahl
  • Platin
  • Wolfram
  • Kupfer
  • Bronze
  • Messing

 Doch nicht nur Edelmetalle finden in europäischem Schmuck Verwendung! Auch Stoffe wie

  • Leder
  • Kunststoff  
  • Baumwolle

werden besonders gern für Armbänder, Ketten und Uhren eingesetzt, da sie sehr elastisch sind und jeglichen Umwelteinflüssen Stand halten. Dabei ist echtes Leder das begehrteste Material, doch auch Kunststoff, Baumwolle, Nylon etc. finden immer mehr Anwendung, da sie kostengünstiger sind und den Eigenschaften des Leders, wie z.B. der Festigkeit, kaum nachstehen.

Natürlich werden auch noch zahlreiche andere Materialien verwendet, die mit den verschiedensten Edelsteinen, Perlen, Federn oder anderen schmückenden Elementen kombiniert werden, um den Schmuckstücken das gewisse Etwas zu verleihen. Somit entsteht eine große Vielfalt an Schmuck. Doch am begehrtesten ist der glänzende Schmuck, der nicht nur an der Hand oder am Hals funkelt, sondern auch die Augen zum Strahlen bringt.

3. Welche Bedeutungen tragen Schmuckstücke?

Seit es Schmuck gibt, wird er von den Menschen benutzt, um gewisse Verbindungen, Gefühle oder den Status auszudrücken. Doch welche Rolle spielen dabei die einzelnen Elemente, um die Identität auszudrücken?

  • Statussymbol: Allein das Material, aus dem das Schmuckstück besteht, kann viel über die Überzeugungen eines Menschen aussagen, sowie die Größe und Breite der Schmuckstücke und die dazu verwendeten Schmucksteine. Ein pompöser Edelstein auf einem breiten goldenen Ring zeigt zum Beispiel sehr offensichtlich den finanziellen Status eines Menschen, der durch seinen Schmuck auffallen möchte. Ein schlichter Edelstahlring mit einem kaum bemerkbaren Zirkonia hingegen hält sich dezent im Hintergrund, kann aber ebenso für Luxus und Prestige stehen. Denn zeitlose Edelstahluhren zu einem schwarzen Herrenanzug, goldene Colliers zur Abendgarderobe und Platinringe verziert mit einem funkelnden Schmuckstein wirken anmutig und elegant und drücken allein durch ihren Glanz den Status eines Menschen aus. Während in anderen Kulturen der Schmuck sehr auffällig und in Massen getragen wird, um Macht und Schönheit auszudrücken, wird in Deutschland eher dezenter Schmuck getragen, der nur nebenbei auf den finanziellen Status verweist und deshalb nur in geringer Anzahl getragen wird. Meist wird er als modisches Accessoire getragen, das das Outfit hervorhebt und Modebewusstsein ausdrücken soll. Dabei ist es durch die Verarbeitung der verschiedensten Materialien möglich geworden, dass man kaum noch unterscheiden kann, ob eine Person einen Silber- oder einen Edelstahlring trägt, da sie sich fast nicht unterscheiden. Vielmehr benutzen wir Schmuck, um unsere Modegesinnung und unsere Einstellungen zum Leben zu zeigen.

Doch nicht nur durch die Materialien und Größen der Schmuckstücke sind Einstellungen und Gefühle ausdrückbar. Vielmehr sind dafür Motive zuständig, die unsere Vorlieben hervorheben. Kleeblätter und Engel beispielsweise sollen uns beim Tragen Schutz und Glück bringen, Blumen zeigen Naturverbundenheit und Zurückhaltung. Doch wofür stehen die Motive und was sollen sie genau ausdrücken?

  • Symbol der Liebe: Seit jeher versuchen Menschen, durch Schmuck ihre Liebe und Treue zu zeigen. Natürlich steht dafür das Herzmotiv an erster Stelle: Ob als kleines Herz an einer Goldkette, an einem Silberring oder als Charm für das Armband - als Geschenk bringen Sie damit das Herz Ihrer Partnerin/Ihres Partners zum Schmelzen. Aber auch durch Partnerschmuck können Sie Ihre Zusammengehörigkeit hervorheben, indem jeder von Ihnen einen Teil trägt, das zusammen mit dem anderen Element ein Ganzes ergibt, beispielsweise durch Puzzleteile oder getrennte Herzhälften.
  • Symbol der Religion: Viele Verwendungen weisen auf eine religiöse Bindung hin, wie zum Beispiel die Ehe. Da dürfen natürlich die Verlobungs- und Eheringe nicht fehlen, welche die ewige Liebe und Treue sowie Gebundenheit symbolisieren. Aber auch der Brautschmucksollte nicht versäumt werden, um die Braut in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. Auch das Kreuz ist ein Symbol, das vor allem zur Kommunion bzw. Konfirmation getragen wird, um die starke Verbindung zwischen Gott und den Menschen zu realisieren. Zudem sind Engel göttliche Motive, die uns ihren Schutz im Leben geben sollen und besonders als Taufschmuck verschenkt werden, um dem Kind von Anfang an auf seinem Lebensweg einen Glücksbringer mit an die Hand geben zu können.
  • Symbol der Lebenseinstellung: Viele Menschen tragen Schmuck, um ihre Einstellungen und Persönlichkeit auszudrücken. Sie weisen meist auf ganze Richtungen hin, mit denen sie sich identifizieren können und somit ein Gefühl der Gruppenzugehörigkeit erhalten. In Europa viel Modeschmuck produziert, sodass wir mit unserem Schmuck mit dem Trend der Zeit gehen können. In Europa wird viel Modeschmuck produziert, mit welchem wir im Trend der Zeit liegen. Da Schmuck meist teuer ist, werden viele Schmuckkollektionen zeitlos gehalten, damit sie über mehrere Modephasen Bestand haben. Doch auch Schmuck, der genau den aktuellen Trend aufgreift, erobert in Massen den Markt, und zudem meist auch günstiger ist. Bijou Brigitte bietet beispielsweise regelmäßig Trendschmuck zu günstigen Preisen in den saisonalen Farben an.
  • Symbol der Individualität: Natürlich möchten sich viele Menschen auch abgrenzen und ihre individuelle Einstellung verdeutlichen. Somit ergibt sich eine riesige Vielfalt aus dezentem und auffälligem Schmuck, der eben im Hintergrund bleibt oder aber viele Blicke auf sich zieht. Oft wird auch ein Mix zwischen modernen Akzenten und klassischen Elementen geboten, beispielsweise mit einem Ohrhänger in Blattform aus Gold. Somit vereint sich Zeitlosigkeit mit Moderne.
  • Symbole für Kinder: Kinder sind unsere kreativen Köpfe - von ihrem Reichtum an Phantasie würde sich gern der ein oder andere Erwachsene eine Stückchen borgen. Kein Wunder also, dass unsere Kleinen sich gerne mit Accessoires schmücken, die ihrer bildlichen Vorstellung und bunten Welt entspricht. Kleine Blümchen, Herzen oder Tiersymbole verzieren meist Ketten, Armbänder, Ohrringe oder Ringe in den buntesten Farben, um ihre Interessen auszudrücken.

Natürlich gibt es noch viele weitere Symbole, die unser Weltverständnis ausdrücken können. Meist zeigen sie alle unsere Gruppenzugehörigkeit, unsere Interessen und Gefühle sowie unsere individuelle Einstellung. Das Abstrakte - unser Innerstes - wird durch Schmuck greif- und sichtbar gemacht: Etwas, was wir durch Worte niemals schaffen würden!

4. Welcher Unterschied besteht zwischen festem und beweglichem Schmuck?

Während in vielen Kulturen fester Schmuck bevorzugt wird, lieben wir Europäer den beweglichen Schmuck - also Schmuck, der beliebig oft austauschbar ist. Das liegt wohl vor allem daran, dass wir oftmals Schmuck einsetzen, um unsere täglichen Stimmungen auszudrücken. Während wir an einem Tag mit dem Schmuck lieber im Hintergrund bleiben möchten, wollen wir am nächsten Tag expressiv unsere Accessoires präsentieren, mit ihnen experimentieren und Neues kreieren. An einem Tag möchten wir klassischen Silberschmuck tragen, an einem anderen wiederum einfachen, bunten Perlenschmuck für den Alltag. Allein deshalb sollte unser Schmuck stets austauschbar sein. Unter den beweglichen Schmuck zählen vor allem:

Doch auch fester Schmuck findet immer mehr Ansehen in unserem Kulturkreis, insbesondere

  • Tätowierungen und
  • Piercings.

Diese sind dauerhaft am Körper angebracht und drücken eine lang anhaltende Einstellung aus, die nicht nur für den Moment gilt, sondern für einen längeren Lebensabschnitt. Dennoch sind feste Schmuckstücke in anderen Kulturkreisen, beispielsweise der afrikanischen Kultur, mehr verbreitet. Dort wird Schmuck als dauerhaftes Ausdrucksmittel gesehen, beispielsweise für den Status einer verheirateten Frau. Sie drücken damit klare Verhältnisse auf. - In Europa ein kaum festzustellendes Phänomen.

5. Welches Fazit kann also gezogen werden?

Zusammenfassend ist für europäischen Schmuck folgendes typisch:

  • Schmuckstücke sind in Europa vorwiegend beweglich, also beliebig oft anzubringen oder abzunehmen, um uns für den Moment stylen zu können - anders als in ferneren Kulturen, wo ein Schmuckstück mit Vorliebe ein Leben lang getragen wird. Doch findet der feste Schmuck - wie Tätowierungen und Piercings - immer mehr Sympathie.
  • Schmuck ist vor allem ein Mittel, um seine Gefühle, Einstellungen und Gruppenorientierungen zu zeigen. Sie können religiöse Bedeutung besitzen, aber auch einfach nur Ausdruck für ausgeprägtes Modebewusstsein sein. Ebenso ist Schmuck ein Mittel, um den finanziellen Status zu repräsentieren. Natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel, denn wer kennt die Menschen nicht, die mit ihrem Schmuck demonstrativ beweisen wollen, dass sie einen höheren finanziellen Status haben?
  • Schmuck aus Europa wird vor allem aus seltenen und edlen Materialien gefertigt, beispielsweise aus Silber, Gold und echten Edelsteinen. Um den Kostenfaktor allerdings erheblich zu senken, werden heutzutage auch häufiger vorkommende Materialien verwendet, die den Geldbeutel nicht gänzlich schmälern, wie zum Beispiel Edelstahl und Messing. Wer diese Metalle noch veredelt haben möchte, kann sie versilbern oder vergolden lassend. Dabei wird weniger Silber oder Gold verwendet als bei reinen Edelmetallschmuckstücken, wodurch der Schmuck dementsprechend auch weniger kostet. Auch Edelsteine können künstlich im Labor hergestellt werden - ohne an Glanz einzubüßen. Aus umgebenden Natur werden kaum Materialien verwendet. Ausnahmen bilden hierbei Leder und Perlen. Einfache Utensilien wie Steine oder Muscheln werden jedoch kaum verwendet - im großen Gegensatz zu anderen Kulturvölkern.

Was glänzt, ist uns am Liebsten. Das Außergewöhnliche lässt unsere Herzen höher schlagen. Denn die Kostbarkeit, die diese Schmuckstücke ausstrahlen, gibt uns ein unbeschreibliches Gefühl, weswegen wir dem Schmuck verfallen sind. Er sagt uns nämlich: Du bist etwas ganz Besonderes!