Schmuck aus Amerika


Inhalt

Schmuck aus Amerika
1. Schmuck aus Nordamerika: Der Schmuck der Indianer
1.1 Welche Materialien verwendeten die Inuit für ihren Schmuck?
1.2 Welche Wirkung hat der Schmuck der Inuit?
2. Schmuck aus Nordamerika: Der Schmuck der Inuit
2.1 Welchen Zweck erfüllte der Schmuck der Indianer?
2.2 Welche Materialien verwenden die Indianer für ihren Schmuck?
2.3 Welche Bedeutung hat der Indianer-Schmuck?
3. Schmuck aus Nordamerika: Der Schmuck der Azteken
3.1 Welche Materialien verwenden die Azteken für ihren Schmuck?
3.2 Welche Bedeutung hat der Goldschmuck der Azteken?
4. Schmuck aus Mittelamerika: Der Schmuck der Maya
4.1 Welche Materialien verwenden die Maya für ihren Schmuck?
4.2 Welche Bedeutung hat der Maya-Schmuck?
5. Schmuck aus Südamerika: Der Schmuck der Inkas
5.1 Welche Bedeutung hat der Schmuck der Inkas?
5.2 Welche Bedeutung hat die Sonne für den Inka-Schmuck?


Schmuck aus Amerika

Amerika wurde zu Zeiten der Kolonialisierung als das Land des Goldes bekannt und war Ausgangspunkt vieler Träume und Schicksale. Doch bereits lange vor der Entdeckung durch Kolumbus wussten die indigenen Völker Amerikas ob der Schönheit dieses Edelmetalls. Welchen Schmuck trugen die amerikanischen Völker früher? Dieser Frage möchten wir hier auf den Grund gehen und dabei werden Sie sehen, dass Amerika in diesem Zusammenhang nicht gleich Amerika ist. Wir möchten Ihnen den Schmuck der verschiedenen indigenen Völker dieses großen, vielseitigen Kontinentes vorstellen. Welchen Schmuck trugen die Inkas? Welchen Schmuck stellten die Indianer her? Was sind die Besonderheiten des Schmucks der Maya? Trugen die Azteken wirklich nur Goldschmuck? Sie werden schnell erkennen: je nachdem, wo man mit der Suche nach DEM traditionellen Schmuck anfängt, wird man auf ganz unterschiedliche Stücke stoßen. Gleiches gilt für den Zeitraum, auf den man sich begrenzt. Der Schmuck, der zu Zeiten der Maya im Mittelamerika des 9. bis 4. Jahrhunderts vor Christus gefertigt wurde und bis heute überliefert ist, wird ein ganz anderer sein als der, auf den man bei der Suche nach dem Schmuck der Indianer zu Zeiten der europäischen Kolonisierung stößt. Ganz zu schweigen von den traditionellen Schmuckstücken der Inkas in Südamerika oder der Inuit und der Azteken in Nordamerika. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: auch heute noch lassen sich viele Designer von diesem ganz besonderen Schmuck inspirieren. Er ist zeitlos und besticht durch seinen ganz eigenen kulturellen Hintergrund. Im Folgenden möchten wir von schmuckladen.de Ihnen einen kleinen Überblick über den Schmuck verschiedener indigener Völker des amerikanischen Kontinents geben. Folgen Sie uns auf einer Reise von Nord- nach Südamerika in der Zeit vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis heute!

1. Schmuck aus Nordamerika: Der Schmuck der Inuit

Wir beginnen ganz im Norden Amerikas mit einem Volk, das dort auch heute noch lebt und seine Traditionen wahrt, obwohl es sich natürlich an die Gegebenheiten der modernen Zeit angepasst hat: die Inuit.

1.1 Welche Materialien verwendeten die Inuit für ihren Schmuck?

Da die Heimat der Inuit der Norden Kanadas ist, greifen sie traditionell auf die Naturbestandteile dieser Region zurück, um ihr Leben zu bestreiten. So wird auch der Schmuck der Inuit aus ganz natürlichen Produkten hergestellt. Eine Halskette besteht beispielsweise oftmals aus einem Band, das aus einer Darmsaite hergestellt ist. Meist handelt es sich hierbei um die eines Wals. Für den Anhänger, den sie daran befestigten, verwendeten sie typischerweise Muscheln, Karibu- und Polarbärknochen, Elfenbein oder Geweihe. Das Ausgangsmaterial ist somit immer ein Neben- oder Abfallprodukt der ursprünglichen Nahrungsmittel der Inuit. Es wird dann in sehr detaillierter, liebevoller Arbeit zu kleinen Tier-Anhängern geschnitzt und am Band befestigt.

1.2 Welche Wirkung hat der Schmuck der Inuit?

Die fertigen Schmuckstücke wirken aufgrund der verwendeten Materialien oftmals sehr rustikal, vor allem wenn man sie mit den feingliedrigen, fragilen Stücken der Indianer vergleicht. Dieser Umstand bringt aber sehr gut das raue Klima und die harsche Natur zum Ausdruck, in der die Inuit leben. Somit lässt sich der Schmuck eindeutig zuordnen und die Verbindung zum Hersteller bleibt stets präsent. Nichtsdestotrotz kann man auch beim Schmuck der Inuit auf sehr elegante, zierliche Schätze stoßen, zum Beispiel bei Ringen oder Ohrringen.
Eine weitere Besonderheit mit Wiedererkennungswert ist der Verzicht auf Farbe. So sind die meisten Schmuckstücke der Inuit in hellen, einfarbigen Tönen belassen: creme, beige, chamois, ecru, sandfarben – eben alles, was auch in der Natur zu finden ist. Freunde von dezenten Naturfarben kommen bei den Schmuckstücken der Inuit also voll auf ihre Kosten!

2. Schmuck aus Nordamerika: Der Schmuck der Indianer

Auch die „Native Americans“ hatten durch ihre Nähe zur Natur einen viel direkteren Zugang und eine intensivere Verbindung zu ihr, als wir Menschen heutzutage es haben. Diese Verbundenheit beeinflusste nicht nur die Art ihrer Behausungen, das Zubereiten ihrer Speisen oder die Art des Miteinanders, sondern hatte auch große Auswirkungen auf ihre Schmuckherstellung. So finden sich im Indianerschmuck viele Naturkomponenten wie Steine, Holz, Körner, Pflanzen, Knochen. Aber auch in der Metallverarbeitung waren die Indianer sehr bewandert. Grundsätzlich waren die Materialien, die verwendet wurden, abhängig vom Glauben des Stammes, von den Traditionen und vom Ort, an dem der Stamm ansässig war. Dies alles trägt zur Vielfältigkeit und Komplexität der Schmuckstücke bei und verleiht ihnen unverwechselbare Designs.

2.1 Welchen Zweck erfüllte der Schmuck der Indianer?

Für die Indianer hatte der Schmuck aber nicht nur dekorative, sondern auch nützliche Zwecke. Nützlich war er vor allem dann, wenn man ihn beim Handel verwenden konnte. Hierzu gehörte sowohl der Handel zwischen den verschiedenen Stämmen, als auch später der Handel mit den Siedlern aus Europa. Der Schmuck hatte für die Indianer also auch einen praktischen und ökonomischen Nutzen und diente so gesehen auch als Zahlungsmittel. Voraussetzung hierfür war, dass die Schmuckstücke einzigartig waren und der Handelspartner ihm einen gewissen Wert beimaß. Tatsächlich war es so, dass jeder indianische Stamm bei der Schmuckherstellung ein einzigartiges Charakteristikum besaß.

2.2 Welche Materialien verwenden die Indianer für ihren Schmuck?

Die Navajo-Indianer, die auch heute noch hauptsächlich im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona leben, verwenden beispielsweise vorwiegend Silber für ihre Schmuckstücke. So kam es auch, dass sich die Navajo über die Jahre zu den besten Silberschmieden der Welt entwickelten und dieses Handwerk auch heute noch beherrschen. Dabei war ihnen die Silberschmiedekunst nicht einfach so in die Wiege gelegt worden. Ab dem 19. Jahrhundert profitierten sie von den Kenntnissen der spanischen Siedler und integrierten diese in die traditionelle Schmuckherstellung aus Halbedelsteinen. Im Zuge dieses Erfahrungsaustausches kam es also zu einer Vermischung der beiden Techniken und zur Kombination vom Silberschmuck der westlichen Welt und traditionellem Indianerschmuck. Dies war die Geburtsstunde eines ganz neuartigen, außergewöhnlichen Schmucks.
In den Silberschmuck eingearbeitet finden sich dekorative Ornamente in schwarzer oder türkiser Farbe. Der am häufigsten verarbeitete Stein ist der Türkis, der von den Navajo aufgrund seiner Farbe auch „Sky Stone“ genannt wird. Silber wird wiederum mit dem Glanz der Sterne in Verbindung gebracht. Hier zeigt sich also wieder deutlich die Verbindung zur Natur. Viele Menschen sehen in echtem Indianerschmuck nicht nur eine schöne Zierde des Handgelenks, Fingers oder Halses, sondern schätzen die „Seele“ des Schmuckstücks.
Die Irokesen wiederum haben sich auf den Handel mit Perlenstickereien spezialisiert und waren berühmt für dieses Produkt.
Andere Stämme, wie zum Beispiel die Zuni, stellen traditionell etwas ausgefalleneren Schmuck her. Bei den Zuni spielen die „Fetische“ eine große Rolle. Dies sind selbstgefertigte Schmuckstücke, in denen ein Geist wohnt, der übernatürliche Kräfte besitzt und sie beschützt - zumindest nach deren Glauben. Meist handelt es sich um Darstellungen verschiedener Tiere, die alle eine spezielle Bedeutung haben. Der Bär zum Beispiel steht für Stärke, die Schildkröte für die Verbindung zur Natur und der Frosch stellt ein Fruchtbarkeitssymbol dar. Dementsprechend hat der Schmuck für die Zuni-Indianer eine ganz besondere Bedeutung, die weit über die Zierde hinaus geht.

2.3 Welche Bedeutung hat der Indianer-Schmuck?

Neben den spirituellen Eigenschaften der indianischen Schmuckstücke haben diese auch noch die Aufgabe, wichtige historische Ereignisse des jeweiligen Stammes darzustellen und an sie zu erinnern. Die Pflege und das Gedenken großer Momente, wie bedeutende Schlachten oder Todestage von Stammesvätern, waren Teil ihrer Erinnerungskultur. Diese in Schmuck zu verarbeiten stellte sicher, dass die Geschichte der Indianervölker präsent und sichtbar war. Somit trugen sie das Vermächtnis ihrer Ahnen stets als Halskette, Ohrring, Armband oder Kopfschmuck bei sich.

3. Schmuck aus Nordamerika: Der Schmuck der Azteken

Spätestens seit die modernen Medien uns die Mythen der alten Azteken näher gebracht haben, sind wir gleichfalls fasziniert von den edlen Schmuckstücken dieses indigenen Volkes Amerikas. Ansässig in Mexiko, stellten sie zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert eine mächtige Bevölkerungsgruppe dar, die allerdings nicht bei allen Völkern der damaligen Zeit beliebt war.

3.1 Welche Materialien verwenden die Azteken für ihren Schmuck?

Ein besonderes Material, das die Azteken für ihre Schmuckstücke verwendeten, war der Obsidian. Dieser spiegelartige Stein entsteht bei der schnellen Abkühlung von Lava und kommt in verschiedenen Farben vor – je nach Vorhandensein anderer Gesteine in der Umgebung. Nach dem Schleifen und Polieren wurde er aufgrund seiner fragilen Konsistenz meist zu Ohrschmuck verarbeitet. Ein weiteres beliebtes Mineral der Azteken war der schwarze Onyx. Doch auch grüne Mineralien fanden sehr häufig Verwendung:  Jade, Diorit, Türkis. Insgesamt hat das typische aztekische Schmuckstück Silber als Ausgangsmaterial, in das die verschiedenen farbigen Steine eingearbeitet werden. Es ist also auch heute noch zeitlos!

3.2 Welche Bedeutung hat der Goldschmuck der Azteken?

Sie fragen sich nun sicher: welche Bedeutung wurde dem Goldschmuck beigemessen? Schließlich konnte die Legende vom „El Dorado“ nicht ohne weiteres entstehen, oder?! Tatsächlich stellten die Azteken sehr viel Goldschmuck her, jedoch trugen nur die Adligen solche Stücke. Dabei galt: je höher die Stellung, desto mehr Gold! Und obwohl Goldschmuck sehr verbreitet war, blieben Schmuckstücke aus Jade oder Türkis beliebter und wurden als wertvoller angesehen. Sie sehen also: auch damals musste es nicht immer Gold sein!

4. Schmuck aus Mittelamerika: Der Schmuck der Maya

Die Maya sind für ihre hochentwickelte Kultur bekannt, die sich hauptsächlich in ihrer Blütezeit von 1000 vor Christus bis 1000 nach Christus entwickelte. Erste Siedlungen in Belize gab es ungefähr ab 2000 vor Christus, wobei es Orte gab, die 3000 Jahre lang durchgängig von ihnen besiedelt waren! Auch heute noch leben Maya in Mittelamerika. In Honduras beträgt ihr Anteil sogar 40% der Bevölkerung.

4.1 Welche Materialien verwenden die Maya für ihren Schmuck?

Auch wenn ihre Religion heute viele christliche Einflüsse aufweist, was sich auch auf die Mayakultur auswirkt, ist der traditionelle Maya-Schmuck nicht in Vergessenheit geraten. Jener zeichnet sich durch die häufige Verwendung von Jade aus. Jade galt in der Maya-Religion aufgrund seiner Assoziation mit Wasser als heilig und lebensspendend und war deshalb wichtiger als Gold. Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass Jade nicht immer grün ist. So findet man in der Heimat der alten Maya die einzigen Vorkommen von gleich drei verschiedenen Farben von Jade: lila, blau und orange. Außerdem gibt es noch schwarzen und weißen Jade. Da der schwarze Jade den höchsten Härtegrad aufweist, wurde er von den Maya für ihre Waffen genutzt, die sie zum Jagen und Kämpfen gebrauchten. Heutige Hersteller traditionellen Maya-Schmucks verwenden Diamantschneider, um den harten Stein zu bearbeiten. Außer Jade verarbeiteten die Maya auch Gold, Silber und Kupfer.

4.2 Welche Bedeutung hat der Maya-Schmuck?

Da die Gesellschaft der Maya streng hierarchisch gegliedert war, wurde auch der Schmuck dazu genutzt, den sozialen Status auszudrücken. Die Adligen schmückten nicht nur ihre Kleidung mit kunstvollen Stickereien, sondern trugen auch den schönsten Kopfschmuck und zierten Hals, Ohren und Hände mit Kostbarkeiten meist aus Jade. Aufgrund seiner wichtigen Bedeutung war der Jade aber mehr als nur ein Schmuckstück. Er spielte eine große Rolle bei religiösen und rituellen Zeremonien. So wurde beispielsweise bei Beerdigungszeremonien eine Jadeperle in den Mund des Toten gelegt, denn sie sollte die Seele des Verstorbenen aufnehmen. Oftmals ließen sich die Adligen sogar Löcher in ihre Zähne bohren, um diese anschließend wieder mit Jade zu füllen.

5. Schmuck aus Südamerika: Der Schmuck der Inkas

In Südamerika angekommen folgen wir nun den Spuren der Inkas, die dort vom 13. bis zum 16. Jahrhundert nach Christus ein Gebiet besiedelten, das sich auf einem Streifen an der Westküste Südamerikas entlang beinahe über die ganze Länge von Nord nach Süd erstreckte.

5.1 Welche Bedeutung hat der Schmuck der Inkas?

Auch bei ihnen war der Silber- und Goldschmuck beliebt, wobei nur der Adel im Alltag goldenen Schmuck tragen durfte. Ähnlich wie bei den Azteken drückte er den sozialen Status des Trägers aus. Jedoch hatte dieser nichts mit Reichtum zu tun, sondern mit der Nähe zu ihrem Gott. Je näher man diesem stand und je mehr man gesegnet war, desto mehr Goldschmuck durfte man tragen. So kam es, dass die Inka-Priester häufig voll und ganz mit goldenem Schmuck bedeckt waren, der eigens für sie angefertigt wurde. Dekoriert wurde der Schmuck mit Federn, besonderen Samen oder sogar Muscheln.
Die beliebtesten Motive, mit denen der Schmuck der Inkas versehen ist, sind Abbildungen ihrer Gottheiten, womit jedes Schmuckstück seine eigene Bedeutung und – nach dem Glauben der Inkas – eine bestimmte magische Kraft besitzt. So gibt es Symbole für Glück, Gesundheit oder Fruchtbarkeit, Weisheitssymbole und vieles mehr!
Wie auch bei anderen indigenen Völkern Amerikas, trugen die Inkas jedoch nicht nur den Schmuck, den wir heute tragen. Sie schmückten sich außerdem mit Kriegsausrüstung wie Brustpanzer oder Beinschoner. Hierbei hat der Schmuck also auch eine Nützlichkeitsfunktion, da er den Träger bei Angriffen schützte.

5.2 Welche Bedeutung hat die Sonne für den Inka-Schmuck?

Da die Sonne für die Inkas eine zentrale Bedeutung hatte – sie war das religiöse Zentrum des Reiches – nimmt sie auch in den Schmuckstücken einen großen Platz ein und findet sich als Symbol immer wieder. Aufgrund seiner Farbe stellte Gold das ideale Ausgangsmaterial für Schmuckstücke zu ihren Ehren dar. Somit gibt es viele runde, goldene Kettenanhänger unter den Kostbarkeiten der Inkas.

Ohrhänger Sterlingsilber Edelstein Armband Onyx Perlen Ohrhänger Muse mit Jade