Achat


Inhalt

Edelstein Achat

1. Zu welcher Gruppe gehört der Achat?
2. Wie entsteht ein Achat?
3. Der Achat in seiner Vielfalt
4. Wo befinden sich Lagerstätten für Achate?
5. Das Färben der Achate
5.1 Wie kann ein ungefärbter von einem gefärbten Achat unterschieden werden?
5.2 Wie entstehen die verschiedenen Farben bei einem gefärbten Achat?
6. Wo wird der Achat verwendet?
7. Was kostet ein Achat?
8. Vitalisiernder Schmuck - Welche Wirkung hat der Achat?


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Der Achat

Wer verschiedene Muster liebt, gerne Farben kombiniert und kreativ ist, der sollte sich einmal bei den Achaten umschauen. Denn dieser außergewöhnliche Edelstein besitzt eine solche Fülle an Farben, Formen und Mustern, dass Sie sich wahrscheinlich kaum satt sehen können. Wellenartige Linien, gesprenkelt oder ungleichmäßige Kreise - es kommt einem so vor, als hätte die Natur selbst sich als Künstler an den Steinen ausgelassen, um uns die wunderschönen Werke zu hinterlassen. Doch wie kommt der Stein zu seinen Farbkombinationen und vielfältigen Mustern? Was macht einen Achat aus und welche Eigenschaften hat er?

1. Zu welcher Gruppe gehört der Achat?

Der Achat gehört zur Quarzgruppe. Das ist eine Gruppe von Mineralien mit gleicher Zusammensetzung und ungefähr gleichen physikalischen Eigenschaften. Die Mineralien der Quarzgruppe bestehen aus Siliciumdioxid (SiO2). Die Quarze bilden eine große und vielseitige Familie. Wie kam es zu der Bezeichnung Quarz? Das Wort Quarz leitet sich einfach von dem slawischen Wort für hart ab. Der Achat wird zu den mikrokristallinen Quarzen gezählt, deren Kristalle so klein sind, dass sie mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind.

2. Wie entsteht ein Achat?

Seinen Namen soll der Achat von seinem ersten Fundort, dem Fluss Achates in Sizilien, erhalten haben. Doch seine häufigsten Vorkommen sind nicht in Flüssen, sondern in Gesteinen wie Vulkanen und Sedimentgesteinen, da er zur Familie der Quarze gehört - diese sind immer in Gesteinen zu finden. Doch wie entsteht ein Achat?

Achate befinden sich am häufigsten in kieselsäurearmen Vulkanitgesteinen, können aber gelegentlich auch in kieselsäurereichen Vulkaniten vorkommen. Dort sind sie als kleine Einlagerungen zu finden, die aber auch einen Umfang von mehreren Metern haben können. Die Einlagerungen in dem Vulkanitgestein haben die Form einer Mandel oder einer Kugel.

Der Achat besitzt ein farbliches Streifenmuster, welches durch rhythmische Kristallisation entsteht. Wie genau diese Kristallisation aber vonstattengeht, ist unklar. In der Wissenschaft existieren verschiedene Theorien dazu. Es könnte sein, dass sich die Streifen des Achats in Gasblasenhohlräumen auskristallisiert haben. Oder die Streifen haben sich gleichzeitig mit dem Muttergestein gebildet, wobei die Kristallisation von außen her vorgegangen ist. Außerdem gibt es die Theorie, dass die Streifen durch kolloide Lösungen (Stoffe mit winzigen Tröpfchen) entstanden sind, die den Achat durchdrungen haben.

Die Streifen bzw. Achatbänder weisen untereinander unterschiedliche Dicken auf, aber ihre eigene Dicke behalten sie in der gesamten Mandel bei. Die Mitte der Mandel kann ausgefüllt oder hohl sein. Wenn das Innere der Mandel hohl ist, können sich dort verschiedene Kristalle bilden, wie Amethyst oder Bergkristall. Diesen mit Kristallen ausgefüllten Hohlraum einer Mandel nennt man dann Druse. Wenn der Innenraum des Achats ganz ausgefüllt ist, bezeichnet man ihn als Geode.

3. Der Achat in seiner Vielfalt

Der Achat enthält die unterschiedlichsten Farben. Von warmen rot-gelben Farben über erfrischende Grün- und Blautöne bis hin zu Grundfarben wie Weiß, Grau und Schwarz sind alle Farben in den verschiedensten Intensitäten und Kombinationen vorhanden. Somit ist jeder Stein individuell aus der Hand der Natur entstanden, da es keine Kombination und kein Muster zweimal gibt. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich.

Um aber nicht Millionen von Bezeichnungen verwenden zu müssen, haben sich Edelsteinhändler auf rund 70 Steinarten geeinigt. Um die Vielfalt der Achate übersichtlich zu kategorisieren, werden sie je nach Muster, Zeichnung und Struktur der Streifen eingeteilt. Hier finden Sie einige Beispiele für verschiedene Arten der Achate:

Der Augenachat hat ringförmig angeordnete Lagen und ähnelt einem Auge.

Beim Bandachat sind die Streifen parallel zum Mantel angeordnet.

Der Festungsachat hat Bänder, die an einigen Stellen eckig heraustreten, wie die Bastionen von Festungen.

Die feuerartigen Bänder des Feuerachats, die ein schillerndes Farbspiel bewirken, machen diesen Achat besonders beliebt als Schmuckstein.

Der Röhrenachat ist von vielen kleinen Röhren durchsetzt.

Der Thunderegg (Donnerei) hat eine zerfurchte Oberfläche.

Beim Trümmerachat wurde in der Entstehung großer Druck ausgeübt, wodurch er zerbrochen ist, später aber wieder zusammengekittet wurde.

4. Wo befinden sich Lagerstätten für Achate?

Seit dem 16. Jahrhundert ist Idar-Oberstein in der Rheinland-Pfalz für seine Achatindustrie berühmt und bildet auch heute noch das bedeutendste Zentrum der Achatindustrie auf der ganzen Welt. Angefangen hat dort alles 1548 mit der ersten Achatschleiferei. Damit begann die Verarbeitung des Achats, der dort schon in den Jahren zuvor gefunden wurde. Um 1800 existierten ungefähr 30 der mit Wasser angetriebenen Schleifereien. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Vorkommen des Achats in der Umgebung von Idar-Oberstein allerdings erschöpft, und der Abbau wurde eingestellt. Doch die Region machte weiter mit der Verarbeitung von Achat, nur dass die Edelsteine nun aus anderen Ländern - beispielsweise Brasilien - geliefert wurden. Heute gibt es immer noch eine Vielzahl an Betrieben in der Rheinland-Pfalz, die Achat verarbeiten.

Heute liegen die wichtigsten Vorkommen von Achat in Brasilien und Uruguay. Weitere Lagerstätten befinden sich beispielsweise in China, Madagaskar, USA, Mexiko, Australien und Indien.

5. Das Färben der Achate

Die Achate, die in Südamerika gefördert werden, sind normalerweise eher grau und lassen keine Zeichnung erkennen. Damit sie dennoch zu ihrer bunten Farbpracht kommen, werden diese und auch andere Achate eingefärbt. Zum Färben werden anorganische Farben verwendet, weil organische Farben nicht so stark färben würden und nicht lichtbeständig sind. Die einzelnen Schichten des Achats lassen sich unterschiedlich gut einfärben. Weiße Schichten nehmen beispielsweise nur wenig oder gar keine Farbe an. Vom Fachmann werden diese Schichten als hart bezeichnet, und Schichten, die sich leicht einfärben lassen, als weich.

5.1 Wie kann ein ungefärbter von einem gefärbten Achat unterschieden werden?

Mit dem Auge sind gefärbte Achate nur sehr schwer auszumachen. Eine Unterscheidung mit dem bloßen Auge ist fast nur bei gefärbten Achaten mit einem tiefen Blauton, Magentarot, Lila oder Pink möglich, weil diese Farben bei einem natürlichen Achat nie vorkommen. Bei gefärbten Achaten in Naturfarben ist es kaum möglich, die Färbung ohne Mikroskop zu erkennen. Damit gefärbte Achate dennoch von ungefärbten unterschieden werden können, sollte eine Färbung mit dem Hinweis „behandelt“ oder „gefärbt“ kenntlich gemacht werden. Das soll dem Käufer Sicherheit geben über die Behandlung des Achats. Da die Färbung von Achaten aber mittlerweile so häufig vorkommt, besteht keine Pflicht mehr, die Färbung zu kennzeichnen. Ein Hinweis für Sie, dass es sich um einen gefärbten Achat handelt, kann aber auch bereits die Bezeichnung liefern. Ein „Schwarz-Achat“ oder ein „Grün-Achat“ wird höchstwahrscheinlich gefärbt sein.

5.2 Wie entstehen die verschiedenen Farben bei einem gefärbten Achat?

Rot wird mithilfe von Eisenoxid erzielt, bei hellen Stellen wird der rote Farbton auch durch Brennen erreicht. Eisenchlorid wird für Gelbfärbung verwendet. Braun wird entweder mit einer Zuckerlösung oder mit Kobaltnitrat erreicht. Kohlenstoff ist die farbgebende Substanz für schwarze Stellen. Zusätzlich wird eine Zuckerlösung und erwärmte Schwefelsäure verwendet. Für Grün wird Eisen verwendet, ebenso wie für Blau.

Die Einzelheiten und Details der Färbung von Achaten sind Geheimnisse der Firmen, aber der allgemeine Vorgang ist natürlich bekannt.

6. Wo wird der Achat verwendet?

Der Achat wird aufgrund seiner Schönheit und Vielseitigkeit vielfältig eingesetzt. Bereits vor 3000 Jahren wurde Achat im Orient zu Ringsteinen, Siegelzylindern und Gefäßen verarbeitet. Schon seit vielen Jahren findet der Achat Anwendung in der Herstellung von Schmuck. Heute wird er neben der Schmuckindustrie auch in der Technik eingesetzt. Hauptsächlich werden aus Achat Kunstgegenstände, Gefäße und Broschen angefertigt. Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist die Verarbeitung zu Gemmen. Dabei handelt es sich um einen geschnittenen Edelstein, auf dem durch das Schneiden ein Bildmotiv entstanden ist. Für die Herstellung einer Gemme wird ein Lagenstein benötigt. Der Achat ist solch ein Lagenstein, der aus mehreren Bändern besteht. Fast immer wird der Achat vor dem Gravieren bzw. Schneiden gefärbt. So entstehen beispielsweise helle und erhabene Bildmotive auf dunklem Untergrund. (Der Begriff Gemme wurde früher nur für vertiefte Motive verwendet, hat sich aber mittlerweile zu einem Oberbegriff entwickelt. Erhabene Bildmotive wurden ursprünglich nur Kamee genannt.)

7. Was kostet ein Achat?

Achate werden viel angeboten, sind aber deswegen keinesfalls preiswert. Einige Achate mit auffälligen Zeichnungen sind sogar besonders wertvoll. Auf dem Schmuckmarkt existieren auch vielzählige eingefärbte Achate, die manchmal nur sehr schwer von ungefärbten zu unterscheiden sind. Die Behandlung kann nicht immer mit bloßem Auge erkannt werden, sollte aber (muss nicht) für den Käufer gekennzeichnet sein. Unbehandelte Achate sind wertvoller, teurer und hochwertiger als behandelte.

8. Vitalisierender Schmuck – Welche Wirkung hat der Achat?

Auf Grund seiner vielfältigen Muster fällt der Achatschmuck sehr farbenfroh aus. Besonders gerne werden Achate für die Verarbeitung von Ketten verwendet, da sie ähnlich wie Perlenketten gebraucht werden können. So erfrischen sie den Alltag und beleben das Outfit. Aber auch zu Armbändern, Anhängern oder auffälligen Ohrhängern werden sie gerne verarbeitet, da sie verspielt und vitalisierend wirken.

Schon früh waren Achate wegen ihrer Schutzwirkung angesehen. Viele Völker trugen ihn als Schutz vor dem „bösen Blick“. Heute wird dem Achat eine positive Auswirkung auf alle Fortpflanzungsorgane nachgesagt. Vor allem schwangere Frauen sollen ihn als Schutz tragen. Desweiteren soll er bei Augenbeschwerden und Magenproblemen helfen und eine ausgleichende Wirkung auf die Seele haben.

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