Smaragd


Inhalt

Edelstein Smaragd

1. Zu welcher Gruppe gehört der Smaragd?
2. Woher kommt der Name Smaragd?
3. Welche Eigenschaften hat der Smaragd?
4. Wie entstehen Smaragde?
5. Wo gibt es Smaragde?
6. Die Geschichte der Smaragde
7. Der Smaragdschliff
8. Wo werden Smaragde verwendet?
9. Wie können Behandlungen oder Imitationen von Smaragden erkannt werden?
10. Welche Heilwirkungen hat der Smaragd?
11. Wie teuer ist ein Smaragd?
12. Wie kann Smaragdschmuck gepflegt werden?
13. Schmuck mit Smaragden


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Die Bedeutung des Smaragds

Der samtgrüne Smaragd gehört zu den kostbarsten Edelsteinen. Man kann sich nur schwer seiner Faszination entziehen. Im Altertum stand der Smaragd für Energie und ewige Schönheit. Doch woher kommt der schöne Edelstein überhaupt? Was zeichnet den Smaragd aus und warum heißt er eigentlich so?

1. Zu welcher Gruppe gehört der Smaragd?

Der Smaragd gehört, wie auch der Aquamarin, zur Gruppe der Berylle. Die Beryll-Gruppe wird in verschiedene Edelsteine unterteilt. Dabei heißen alle grünen Berylle Smaragd, alle blauen Berylle heißen Aquamarin und die Berylle in anderen Farben werden Edelberyll genannt. Der Name Beryll kommt übrigens aus dem Indischen.

2. Woher kommt der Name Smaragd?

Die etymologische Herkunft des Smaragds befindet sich in Griechenland. „Smaragdos“ meint so viel wie „grüner Stein“, worunter man damals wahrscheinlich alle grünen Steine und auch grünes Glas verstanden hat. Übersetzt man das hebräische „Smaragd“, gelangt man zu dem deutschen Wort „blitzen“. Die Verbindung der griechischen und hebräischen Bedeutung ergibt das Bild des Edelsteins, das heute in den Köpfen der Menschen herrscht: Ein intensiv-grüner Stein, der wunderbar funkelt und so einzigartig ist, dass nicht ohne Grund von der Farbe „Smaragdgrün“ gesprochen wird.

3. Welche Eigenschaften hat der Smaragd?

Der Smaragd gilt als edelster Stein unter den Beryllen. Seine auffälligste Eigenschaft ist natürlich seine grüne Farbe. Diese Farbe kommt durch Chrom zustande. Es gibt auch andere grüne Berylle, bei denen aber Vanadium für die Farbe verantwortlich ist und die eigentlich eher „Grüner Beryll“ und nicht Smaragd genannt werden sollten. Die Farbe des Smaragds ist sehr beständig. Sie hält große Hitze und starkes Licht aus und verändert sich erst ab einer Temperatur von 700 °C. Die begehrteste Farbe bei den Smaragden ist das typische, tiefe Grün.

Oft kommt es vor, dass die Smaragde Einschlüsse haben. Das gilt aber nicht unbedingt als Wertminderung, solange die Einschlüsse keinen zu großen Anteil haben. Edelsteinhändler nennen die Einschlüsse auch Jardin. Sie sind außerdem eine Möglichkeit, echte Smaragde von Synthesen zu unterscheiden.

Die Smaragde haben eine gewisse Sprödigkeit. Dadurch ist der Edelstein druckempfindlich, was bei der Verarbeitung beachtet werden muss. Die physikalischen Eigenschaften von Smaragden können je nach Herkunft leicht variieren.

4. Wie entstehen Smaragde?

Smaragde entstehen, wenn Magma und metamorphe Gesteinsumwandlungen aufeinandertreffen. Die Edelsteine bilden sich in Muttergestein. Dort ist er in kleinen Gängen eingewachsen, oder an den Wänden der Hohlräume gewachsen.

5. Wo gibt es Smaragde?

Smaragde kommen in Biotitschiefern, in Kalkgestein, in Schiefertonen oder in Pegmatiten vor. Die meisten Smaragde gibt es in Kolumbien. Dort wurden sie sogar schon von den Inkas ausgegraben. Die Smaragde werden in Kolumbien von Hand aus dem Schieferton ausgelesen. Eine besonders seltene Art von Smaragden kommt ebenfalls in Kolumbien (und nur dort) vor und ist sehr begehrt. Es handelt sich dabei um Trapische-Smaragde, die eine kreisförmige Verwachsung von prismatischen Kristallen darstellen.

Die Smaragde, die es in Brasilien gibt, sind meist etwas heller als die aus Kolumbien. Auch haben diese nur selten Einschlüsse.

Weitere Smaragdvorkommen gibt es in Simbabwe, in Südafrika, im Ural, in Afghanistan, Australien, Chile, China, Ghana, Madagaskar, Indien, Malawi, Namibia, Mozambique, Nigeria, Pakistan, Sambia, Tansania und den USA. Ein paar Smaragde gibt es auch in Österreich und in Norwegen.

Wussten Sie schon, dass es in der Wiener Schatzkammer einen Salbenkrug von 12 cm Höhe und 2205 Karat Gewicht gibt, der aus einem einzigen Smaragd geschnitten wurde?

In der Republic of Bogotá-Bank in Kolumbien befindet sich die größte Sammlung der Welt von natürlichen Smaragden. Der größte Kristall dort wiegt 1795 Karat, was 360g entspricht.

6. Die Geschichte der Smaragde

Schon tausend Jahre vor Christus galt der Smaragd bei den Ägyptern als Symbol der Fruchtbarkeit und der Lebenskraft. Kleopatra hatte eine besondere Vorliebe für Smaragde. Sie nahm alle Mineralien-Schätze des Landes um 47 vor Christus in ihren Besitz. Wahrscheinlich stammen die meisten Smaragde an antiken Schmuckstücken aus den alten Smaragdminen aus Ägypten. Nachdem Alexander der Große Ägypten erobert hatte, wurden sie als „Minen Kleopatras“ bekannt. 1817 wurden die Minen wiederentdeckt. Heute gibt es dort allerdings keine hochwertigen Smaragde mehr, sondern nur noch minderwertige.

7. Der Smaragdschliff

Der Smaragd gehört zu der Beryll-Gruppe und zeugt von einer guten Härte, sodass er recht gut vor Kratzern geschützt ist. Doch seine Risse und die Sprödigkeit gestalten die Verarbeitung recht problematisch, sodass eigens für ihn eine spezielle Schliffart geschaffen wurde – der Smaragdschliff. Die rechteckige oder auch quadratische Schliffform schützt den Edelstein vor mechanischen Behandlungen und lässt ihn in vollkommener Schönheit glänzen. Der Smaragdschliff ist ein Treppenschliff, bei dem die vier Ecken durch Facetten abgestumpft sind.

8. Wo werden Smaragde verwendet?

Die meisten Smaragde werden mit dem Smaragdschliff geschliffen und zu Schmucksteinen verarbeitet. Steine von minderer Qualität werden zu Cabochons geschliffen oder als Kugeln für Ketten verwendet. Etwas ganz Besonderes sind Gravierungen in Smaragden. Seit einigen Jahren gibt es in Israel speziell auf Smaragde ausgerichtete Schleifereien.

9. Wie können Behandlungen oder Imitationen von Smaragden erkannt werden?

Wenn bei Smaragden Risse auftreten, ist es schon fast nicht mehr wegzudenken, dass diese mit Behandlungen aufgefüllt werden. Dabei werden die Smaragde zuerst gekocht und dann mit Öl, Wachs oder Kunstharz behandelt. Da diese Behandlung so häufig angewendet wird, muss sie nicht zwingend angegeben werden.

Um farblose oder nur leicht grüne Smaragde zu dem begehrten Smaragdgrün zu bringen, werden die Steine im Vakuum in grünes Öl getaucht. Diese Manipulation der Smaragde kann unter dem Mikroskop erkannt werden, weil die grün aufgefüllten Risse dunkler und somit erkennbar sind.

Neben den Behandlungen werden auch viele synthetische Smaragde hergestellt. Die Synthesen unterscheiden sich von echten Smaragden darin, dass sie keine oder nur kaum Einschlüsse haben. Somit können auch die Synthesen unter dem Mikroskop erkannt werden.

Imitationen von Smaragden aus Glas lassen sich durch die fehlende Doppelbrechung und die Glasbläschen identifizieren.

10. Welche Heilwirkungen hat der Smaragd?

Schon bei der heiligen Hildegard von Bingen wurde dem Smaragd eine besondere, positive Wirkung auf das Herz nachgesagt. Auch heute noch wird der Edelstein als Stärkung für das Herz angesehen. Da der Smaragd Bakterien abtöten soll, kann er bei Schleimhautentzündungen, Grippe und Durchfallerkrankungen helfen. Sogar gegen Gedächtnisschwäche soll er eingesetzt werden können.

11. Wie teuer ist ein Smaragd?

Wie viel ein Smaragd kostet, hängt stark von seiner Farbintensität ab. Deshalb werden auch so häufig Verschönerungen und Farbintensivierungen an den Smaragden vorgenommen. Ein behandelter Smaragd sollte natürlich weniger kosten als ein unbehandelter.

Reine Smaragde mit einer tiefen, grünen Farbe sind sehr selten und deshalb fast so teuer wie Diamanten.

12. Wie kann Smaragdschmuck gepflegt werden?

Um den wertvollen Edelstein von Verschmutzungen zu befreien und ihn lange zu erhalten, können Sie ihn einfach einmal im Monat unter fließendem, lauwarmem Wasser reinigen. Auf Reinigungsmittel und chemische Mittel sollten Sie auf jeden Fall bei der Reinigung Ihres Smaragdes verzichten, um ihm nicht zu schaden.

13. Schmuck mit Smaragden

Der Smaragd gehört zu den wertvollsten Edelsteinen auf der Welt und passt demnach perfekt zu besonderen Anlässen. Das unglaublich schöne Grün wird nicht nur Sie verzaubern, sondern auch die Menschen um Sie herum, denn der magischen Anziehungskraft des Smaragds kann man sich nur schwer entziehen. Ein großer, auffallender Ring in einem satten Smaragdgrün wird Ihnen jegliche Aufmerksamkeit sichern. Doch auch an feinen Ohrringen kommen Smaragde wunderbar zur Geltung. Die tolle Farbe und der umwerfende Glanz werden Sie jeden Tag aufs Neue verzaubern.